Landtagsfraktionsvorsitzender Alexander Schweitzer auf Sommertour in Altenkirchen

Veröffentlicht am 02.07.2018 in Termine

Alexander Schweitzer (rechts) und Stadtratsmitglied Matthias Gibhardt beim „politischen Balanceakt“.

Prominenten Besuch erhielt der Landtagsabgeordnete Heijo Höfer jetzt in seinem Wahlkreisbüro in der Altenkirchener Quengelstraße 2A. Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Alexander Schweitzer machte bei seiner diesjährigen Sommertour durch Rheinland-Pfalz Station in der Kreisstadt. Die beiden Landespolitiker wurden von einer Delegation der Altenkirchen-Weyerbuscher SPD um deren Ortsvereinsvorsitzende Anka Seelbach, Stadtratsfraktionssprecherin Daniela Hillmer-Spahr und dem Vorsitzenden der Verbandsgemeinderatsfraktion Bernd Lindlein begleitet.

Zu Beginn stand ein Besuch im KOMPA Evangelisches Kinder- und Jugendzentrum Altenkirchen auf der Tagesordnung. „Wir sind ein ‚Haus der offenen Tür‘ mit vielfältigen Angeboten für Kinder, Jugendliche und ihre Familien mitten in Altenkirchen“, erklärte der Leiter der Einrichtung Matthias Gibhardt. Kinder und Jugendliche hätten hier einen Ort der Begegnung, könnten sich entfalten und Kontakte knüpfen. Im Zentrum stehe der „Offene Treff“ mit Bistro, Wii, Gesellschaftsspielen und Internetcafé. Außerdem finden sich hier ein Billardtisch, Fußballkicker, Tischtennisplatte, ein Werkraum und das gemütliche Wohnzimmer. Regelmäßig fänden kreative, sportliche und musische Projekte oder Kurse statt. Außerdem gebe es eine pädagogische Mittagsbetreuung. Seit Jahren ist man bei der Ferienbetreuung aktiv. Die begehrten Plätze seien auch dieses Jahr wieder in kürzester Zeit ausgebucht gewesen. „Bei dem Angebot kommen uns die neu beschlossenen Fördergelder für Ferienbetreuungsmaßnahmen zugute“, gab es von Gibhardt ein Lob in Richtung Landesregierung. Neuestes Projekt ist die Errichtung eines Skateparks. Hier sei man derzeit dabei, die verschiedenen Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten auszuloten, so der KOMPA-Leiter.

Nächster Anlaufpunkt war das Mehrgenerationenhaus „MittenDrin“ unter Trägerschaft des Diakonischen Werkes. Dort wurden die Gäste von Diakonie-Geschäftsführerin Margit Strunk und der Koordinatorin der Einrichtung, Silke Seyler, begrüßt. „Wir verstehen uns als Ort der Begegnung, wo Menschen aller Altersgruppen und Nationalitäten zusammenkommen können“, so Strunk. Das MGH habe sich auch aufgrund der Innenstadtlage als zentrale Anlaufstelle für Hilfesuchende gut entwickelt. 35 Ehrenamtliche engagieren sich zurzeit in der Einrichtung, die von verschiedenen Kooperationspartnern wie den beiden Kirchengemeinden, der Caritas oder der Neuen Arbeit e.V. unterstützt wird. Dank der verschiedenen Fachstellen der Diakonie sei „MittenDrin“ in der Lage, ein breites Beratungsspektrum abzudecken, wie z.B. Rechtsberatung oder Schuldnerberatung. Mit dem „Bildungscafé“ stehe ein ganz neues Angebot unmittelbar vor dem Start, so Silke Seyler. Bei dem mit Bundesmitteln geförderten Projekt geht es um die Stärkung der Lese-, Schreib- und Rechenkompetenz. „Analphabetismus ist ein großes Thema“, bestätigte Alexander Schweitzer. Viele Betroffene müssten erst eine Hemmschwelle überwinden. Der SPD-Fraktionssprecher brach in diesem Zusammenhang eine Lanze für das Ehrenamt, ohne das vieles im Land nicht funktionieren würde.

Abschließend stand ein Besuch des Regionalladens „UNIKUM“ in der Bahnhofstraße auf dem Programm. Ziel der vollständig auf ehrenamtlicher Basis laufenden Einrichtung ist die Unterstützung regionaler Produkte und Dienstleistungen. Das Konzept, einen „Marktplatz für die Region“ zu schaffen, sei in der Form deutschlandweit einzigartig und ein voller Erfolg, zeigten sich die 2. Vorsitzende des Fördervereins Margret Staal und Beisitzerin Adelheid Braun erfreut. Statt zeitaufwändig über die Dörfer fahren zu müssen, könnten Kunden im Regionalladen UNIKUM verschiedene Produkte aus der Region zentral einkaufen. „Es geht uns darum, Bewusstsein und Wertschätzung für die unterschiedlichen landwirtschaftlichen, aber auch handwerklichen und künstlerischen Produkte sowie Dienstleistungen zu schaffen“, so Staal. Ein weiterer Vorteil für die Kunden liege darin, dass man bei jedem Produkt genau die Herkunft kenne. Da auch Informationen über touristische und kulturelle Angebote zum Mitnehmen bereit liegen, bietet sich der Regionalladen gerade für Gäste von außerhalb als interessanter Anlaufpunkt an. „Der Regionalladen ist ein Stück gelebte Heimat“, zeigte sich Alexander Schweitzer begeistert. Der Landtagsfraktionssprecher hält die Idee für gut auf andere ländliche Regionen in Rheinland-Pfalz übertragbar. Für Heijo Höfer, auch Stadtbürgermeister der Kreisstadt Altenkirchen, ist die ideelle Begleitung und Unterstützung der Kommunen bei solchen Projekten wichtig, um den Ehrenamtlichen Sicherheit zu geben. Hier vermisst Höfer bisweilen ein größeres Engagement des Landkreises, für den es an der einen oder anderen Stelle leicht gewesen wäre, Dinge mit kleinem Geld zu unterstützen, meinte der SPD-Politiker.

Zwischen den einzelnen Stationen der Sommertour wurde in der Altenkirchener Innenstadt immer wieder ein kurzer Halt an markanten Plätzen eingelegt. Höfer informierte den interessierten Gast aus Mainz über die verschiedenen Maßnahmen im Rahmen der Stadtsanierung. Dafür waren in der zurückliegenden Zeit auch erhebliche Landesmittel geflossen. Nachdem kürzlich der Spielplatz in der Wilhelmstraße fertig gestellt wurde, wo jeder unter anderem auf einem „Surfbrett“ seine Balance unter Beweis stellen kann, wartet ganz Altenkirchen jetzt auf den Start der „Wasserspiele“ am Marktplatz. Dort können Eltern zukünftig in einer „Basaltlandschaft“ ausruhen oder im nahegelegenen Café-Restaurant sitzen, während ihre Kinder im Wasser toben. Schließlich wurde auch der Schlossplatz in Augenschein genommen. Die Fläche sei ganz bewusst unmöbliert gelassen worden, damit verschiedene Events wie Spiegelzelt, Stadtfest oder Weihnachtsmarkt, dort und nicht „auf der grünen Wiese“ stattfinden können, begründete Heijo Höfer die Entscheidung des Stadtrates aus dem Jahr 1992.

Das „MittenDrin“ will offener Treffpunkt für Menschen aller Altersstufen sein. In der Diskussion mit den Gästen aus der Politik ging es auch um die Bedeutung des Ehrenamtes.

Im Regionalladen „UNIKUM“ ist auch das neue Raiffeisenspiel erhältlich. Auf dem Foto von links: MdL Heijo Höfer, Landtagsfraktionssprecher Alexander Schweitzer, Daniela Hillmer-Spahr (Sprecherin Stadtratsfraktion) und Anka Seelbach (SPD-OV-Vorsitzende Altenkirchen-Weyerbusch).

Mehr Fotos von der Sommertour gibt es hier.

 
 

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