"Senioreneinrichtungen leisten qualifizierte Pflege" - MdL Heijo Höfer beim Fachgespräch des SPD-Ortsvereins Weyerbusch

Veröffentlicht am 31.08.2017 in Ortsverein

Zum Fachgespräch „Wer pflegt uns 2020“ hatte der SPD-Ortsverein Weyerbusch ins Seniorenpflegeheim nach Mehren eingeladen

Pressemitteilung des SPD-Ortsvereins Weyerbusch

Zu einem Fachgespräch „Wer pflegt uns 2020?“ hatte der SPD-Ortsverein Weyerbusch zusammen mit dem Seniorenpflegehaus „Sonnenhang“ nach Mehren eingeladen. Gemeinsam mit Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler diskutierten Mitglieder der SPD-Ortsvereine Weyerbusch und Altenkirchen, Landtagsabgeordneter Heijo Höfer, Mitglieder der SPD-Verbandsgemeinderatsfraktion mit Sprecher Bernd Lindlein, Ortsbürgermeister Thomas Schnabel und Ratsmitglieder aus Mehren, sowie Helmut Steigerwald als Eigentümer, Stefan Steigerwald von der Geschäftsführung des Seniorenwohnheimes und Michaela Giehl als Einrichtungsleiterin.

Derzeit wird die Mehrener Einrichtung um 60 Einzelzimmer erweitert. Bislang verfügt dass Haus über 86 Pflegeplätze (26 Einzel- und 30 Doppelzimmer) und 12 angegliederte Tagespflege-Plätze. Zu Jahresbeginn 2018 rechnet man mit der Fertigstellung. Mit der Zunahme des Platzangebotes werden laut Investoren auch 40 weitere Arbeitsplätze geschaffen; Mehrbedarf an Pflegekräften auch wegen der stetig wachsenden Aufgaben. Aktuell sind in dem Mehrener Haus 100  Mitarbeitende beschäftigt, darunter auch neun Auszubildende in der Pflege und zwei in der Hauswirtschaft, sowie zwei weitere junge Menschen im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes.

Zunehmend – so die Gesprächspartner in Mehren – wird es schwieriger Fachpersonal zu finden. „Pflege braucht ein neues Gesicht um den Beruf zukünftig  attraktiv  und wertvoll zu machen“,  fordert Einrichtungsleiterin Michaela Giehl. Einer Herausforderung, der sich Betreiber und Politik gleichermaßen stellen müssen und wollen, wie in der Gesprächsrunde deutlich wurde.

Bis in die Kommunalpolitik, so Ortsbürgermeister Schnabel,  wirken sich die z.B. die Ausbauvorhaben eines Seniorenheimes aus. Etwa im Blick auf die Mitarbeitenden, die arbeitsplatznahen Wohnraum suchen, oder – relevant für die Verbandsgemeinde-Politiker-, wenn es um begleitende Vor-Ort-Angebote wie Kindertageseinrichtungen gibt. „In einem Bereich in dem auch viele Frauen arbeiten, ist ein Kindergarten mit ausreichend Kapazitäten, eventuell sogar mit erweiterten Kernöffnungszeiten, ein wichtiger Standortvorteil und möglicherweise auch eine Chance Fachkräfte eher werben zu können“, hob SPD-Ortsvereinsvorsitzender Ralf Schwarzbach hervor.


Heijo Höfer, MdL, betonte, wie wichtig es sei, an diesem und anderen guten Beispielen immer wieder zu verdeutlichen, dass Senioreneinrichtungen engagierte und hochqualifizierte Pflege leisten. Den Beschäftigten dort sei besonderes Lob auszusprechen.

Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler verwies in der regen Diskussionsrunde darauf, dass das Land früh reagiert habe und mit der Fachkraftinitiative in der Pflege, die prognostizierte Fachkräftelücke bereits um 65% reduzieren konnte. "Hier gilt es nicht nachzulassen", betonte Bätzing-Lichtenthäler, "daher werden wir mit der Fachkräfte- und Qualifizierungsinitiative 2.0 unser Engagement fortsetzen."
Darüber hinaus lege die Landesregierung großen Wert auf Beratung und Prävention. Mit den 135 Pflegestützpunkten sei ein flächendeckendes, kostenloses und bundesweit einzigartiges Beratungsangebot geschaffen worden. Mit der Einführung der ‚GemeindeschwesterPlus’ habe Rheinland-Pfalz als Vorreiterland erstmals die Prävention in der Pflege gestärkt und auch diese Maßnahme komme mittelbar dem Fachkräftebedarf zu Gute.

Der SPD-Sprecher im Verbandsgemeinderat Bernd Lindlein dankte für die Möglichkeit des fachlichen Austauschs in dieser Runde und die Anregungen für alle Beteiligten. Für die Arbeit der Verbandsgemeindefraktion will er u.a. die Frage des Ausbaus von Kinderbetreuungsmöglichkeiten festhalten: “Wir müssen überlegen, dass die Öffnungszeiten unserer KITAs so anzupassen sind, dass auch diejenigen, deren Arbeitszeitbeginn vor 6 Uhr morgens ist oder ihr Feierabend erst am späteren Abend, ihre Kinder gut versorgt wissen – nicht nur für Mehren, auch für Personal vergleichbarer Einrichtungen in Altenkirchen, einschließlich des Krankenhauses und nicht zuletzt für diejenigen, die in der Industrie im Schichtdienst arbeiten.
Eine anspruchsvolle Aufgabe, die der Bürgermeisterkandidat der SPD auch im Kontext der Fusionsgespräche mit Flammersfeld anpacken will.

 
 

Links