SPD besuchte Rettungswache in Altenkirchen

Veröffentlicht am 18.12.2018 in Ortsverein

Eine Delegation der SPD informierte sich jetzt über den Rettungsdienst in der Kreisstadt.

Pressemitteilung des SPD-Ortsvereins Altenkirchen-Weyerbusch

Kreisweit unterhält der DRK-Kreisverband fünf Rettungswachen. Die Wachen haben 17 Fahrzeuge im Einsatz und es werden im Jahr ca. 24.500 Einsätze gefahren. „Mit dieser Aufteilung können wir die 15minütige Hilfeleistungsfrist zwischen Alarmierung durch die Leitstelle in Montabaur und Eintreffen eines Rettungsmittels am Notfallort einhalten“, erklärte Alfons Lang, Kreisgeschäftsführer des DRK Kreisverbandes Altenkirchen, Heijo Höfer, MdL und den SPD Mitgliedern des Verbandsgemeinde- und Stadtrates Altenkirchen.

Der DRK-Kreisverband beschäftigt im Rettungsdienst ca. 100 Mitarbeiter, alle mit fundierter Ausbildung. Rettungssanitäter sind vorwiegend im Krankentransport eingesetzt. 2014 löste der Ausbildungsberuf des Notfallsanitäters (3 Jahre Ausbildung) den des Rettungsassistenten ab. 12 junge Menschen sind an den 3 Lehrrettungswachen im Landkreis in der Ausbildung. Insgesamt 17 Personen absolvieren ein Freiwilliges Soziales Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst im Rettungsdienst, nachdem sie eine mehrmonatige Ausbildung zum Rettungssanitäter hinter sich gebracht haben. „Wir haben keine Probleme qualifizierte Auszubildende zu bekommen. Die Nachfrage ist sogar größer, als wir Ausbildungs-Planstellen zur Verfügung stellen können“, berichtete Lang.

Ab 2019 wird die wöchentliche Arbeitszeit im Rettungsdienst/Krankentransport von 46 auf 45 Stunden reduziert. Lang sieht hier schon Probleme genügend Personal zu bekommen. Heijo Höfer fragte, wie es denn mit der Besetzung des ärztlichen Notdienstes bestellt sei. Hier erklärt der ärztliche Leiter der Rettungswache Altenkirchen und Kreisbereitschaftsarzt, Dr. Thomas Pfeifer, dass tagsüber das DRK Krankenhaus zuständig sei, einen Notarzt für den Rettungsdienst einzuteilen. Bei Ärzte-Engpass innerhalb des Krankenhausbetriebes könne es aber öfter vorkommen, dass für den Rettungsdienst kein Notarzt zur Verfügung gestellt werden kann. Dann wird auf Honorarärzte zurückgegriffen.

Rainer Düngen, Beigeordneter der Verbandsgemeinde, erkundigte sich, ob das Rettungsdienstpersonal auch missbräuchlich gerufen oder sogar angegriffen würde. „Natürlich sind einige Einsätze vermeidbar“, stellte Lang fest. „Man wählt oft aus Unwissenheit und Angst die Notrufnummer 112. Das DRK hat eine Beförderungspflicht. Ein noch besser ausgebauter hausärztlicher Notdienst könnte sowohl Krankenhaus als auch Rettungsdienst entlasten. Die Rufnummern des Hausärztlichen Notdienstes 116 und 117 sind in der Bevölkerung weitgehend unbekannt.“ Persönliche Angriffe auf Helfer während eines Rettungseinsatzes seien relativ selten. Man habe es hin und wieder mit Gaffern und uneinsichtigen Schaulustigen zu tun.. Aber insgesamt genieße das Rettungsdienstpersonal eine hohe Anerkennung in der Bevölkerung.
Eine Chance zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Zukunft sehen die Rettungsdienstler im Ausbau der Digitalisierung und der Telemedizin. Kürzere Wege und weniger Zeitaufwand können so helfen, noch mehr Leben zu retten.

 
 

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