Tägliche Postzustellung muss die Regel bleiben - SPD-Landtagsabgeordnete üben scharfe Kritik an Plänen der Post

Veröffentlicht am 08.09.2017 in Pressemitteilung

Die Landtagsabgeordneten Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Heijo Höfer zeigen sich besorgt darüber, dass die Deutsche Post probeweise die tägliche Postzustellung in verschiedenen Gegenden Deutschlands abgeschafft hat.

„Wie in den letzten Tagen verschiedenen Medienberichten zu entnehmen war, erscheinen dort die Zusteller nun nicht mehr von Montag bis Samstag, sondern nur noch drei-, zwei- oder nur einmal in der Woche.“ Die Abgeordneten aus dem Kreis Altenkirchen sehen darin keine gute Entwicklung: „Dass Zeitschriften, Zuschriften und vor allem wichtige Briefe jeden Werktag zugestellt werden, bedeutet vielen Menschen sehr viel – für ihr privates wie für ihr berufliches Leben. Sie empfinden es als wichtigen Teil ihrer Grundversorgung. Dass die Post auch in Dörfern und kleinen Städten, wie es sie bei uns im Landkreis besonders zahlreich gibt, eingeworfen wird, ist mit Lebensqualität verbunden.“ Die SPD-Politiker appellieren eindringlich an die Deutsche Post, an dieser Gewissheit nicht zu rütteln. „Auch in unserer Region muss die tägliche Postzustellung die Regel bleiben.“

In einigen Ländern wie Dänemark sei die werktägliche Postzustellung aus betriebswirtschaftlichen Gründen abgeschafft worden. In Deutschland sei die Situation aus gutem Grund eine andere, denn die Deutsche Post AG sei rechtlich dazu verpflichtet, werktags jedem Haushalt Post zuzustellen – und das auch in Dörfern und kleineren Städten, betonen Bätzing-Lichtenthäler und Höfer. „Aus unserer Sicht darf es keine Aufweichung dieser Dienstleistungspflicht geben. Falls die Deutsche Post nun die Erlaubnis erhalten möchte, in manchen Gegenden dauerhaft deutlich seltener als bisher die Post zuzustellen, empfinden wir das als problematisch. Einer solchen Entwicklung muss früh und klar Einhalt geboten werden.“ Derzeit liefere die Deutsche Post rund 59 Millionen Briefe im Schnitt pro Tag aus. Die Zahl sinke wegen der modernen Kommunikationsmittel – allerdings vergleichsweise gering. Zudem boome das Geschäft der Deutschen Post in manchen Geschäftszweigen, etwa bei der Paketzustellung. Für die Parlamentarierin steht vor diesem Hintergrund fest: „Die täglichen Postzustellung kann und muss die Regel bleiben“, so die Parlamentarier.

 
 

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